Rotfunk

  • Autor: Vários
  • Narrador: Vários
  • Editor: Podcast
  • Duración: 29:25:50
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Informações:

Sinopsis

Reden wir über die großen politischen Fragen unserer Zeit. Rotfunk ist der regelmäßige Podcast des Karl-Renner-Instituts. Direktorin Maria Maltschnig führt mit ihren Gästen Gespräche über Politik und Gesellschaft. Ergänzt werden diese Diskussionen durch Lectures, Vorträge von renommierten Expertinnen und Experten, zum jeweiligen Thema. Rotfunk, das sind Gedanken über die Soziale Demokratie zum Zuhören für alle politisch interessierten Menschen.

Episodios

  • #28 Lecture: Arthur und Lilly - mit Lilly Maier

    #28 Lecture: "Arthur und Lilly" - mit Lilly Maier

    19/08/2021 Duración: 42min

    Im Jahr 2003 besuchte Arthur Kern zum ersten Mal seit seiner Flucht vor den Nazis seine Kindheitswohnung in Wien Alsergrund. Er war einer von mehreren Hundert Kindern, denen der sozialdemokratische Reformpädagoge Ernst Papanek das Leben rettete. In dieser Wohnung, in der Arthur Kern als Kind - noch unter seinem Geburtsnamen Oswald Kernberg - aufwuchs, lebte 60 Jahre später die 11-jährige Lilly Maier. Sie ist heute Historikerin und Publizistin und erzählt uns, wie es Arthur und den Kindern nach deren Rettung ergangen ist. Eines der Forschungsgebiete von Lilly Maier sind die Kindertransporte, durch die tausende jüdische Kinder dem Holocaust entkommen sind, deren Schicksal erst spät wissenschaftlich untersucht wurde.

  • #27 Lecture: Die Kraft der Demokratie - mit Roger de Weck

    #27 Lecture: "Die Kraft der Demokratie" - mit Roger de Weck

    27/07/2021 Duración: 34min

    Der schweizer Publizist Roger de Weck hat eine eindrucksvolle journalistische Karriere hinter sich. In seinen zahlreichen beruflichen Stationen machte er unter anderem als Chefredakteur der Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit" halt. Von 2011 bis 2017 war er Generaldirektor der öffentlich-rechtlichen schweizer Radio- und Fernsehgesellschaft. Für sein 2020 erschienenes Buch "Die Kraft der Demokratie - Eine Antwort auf die autoritären Reaktionäre" wurde ihm im Juni dieses Jahres der Bruno-Kreisky-Preis für das Politische Buch verliehen. In seiner Preisrede analysiert er die aktuellen Entwicklungen von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Europa und darüber hinaus. Roger de Weck kritisiert dabei einen zeitgeistigen Pessimismus der Demokraten und fordert optimistischen Gestaltungswillen um die fünf Ungleichgewichte unserer Zeit zu reparieren. Er sieht dabei aktuell ein durchaus günstiges Zeitfenster. Die Antidemokraten seien in der Defensive, die Populisten hätten sich festgefahren. Die "starken Männer", so de Weck

  • #26 Lecture: Auf Wiedersehen, Kinder! - die Heldengeschichte von Ernst Papanek - mit Lilly Maier

    #26 Lecture: "Auf Wiedersehen, Kinder!" - die Heldengeschichte von Ernst Papanek - mit Lilly Maier

    10/06/2021 Duración: 41min

    Eine bisher wenig bekannte Heldengeschichte erzählt die Historikerin und Journalistin Lilly Maier in dieser Lecture. Ernst Papanek war Sozialdemokrat und Pädagoge und als solcher maßgeblich an der fortschrittlichen Schulreform des "Roten Wien" unter dem damaligen Unterrichtsminister und Präsidenten des Wiener Stadtschulrates, Otto Glöckel, beteiligt. Nach den Februarkämpfen 1934 floh Papanek zunächst nach Tschechien und landete schließlich, da er als Jude 1938 nicht nach Wien zurückkehren konnte, in Paris. Dort organisierte er gemeinsam mit einer jüdischen Hilfsorganisation Kindertransporte von Deutschland und Österreich nach Frankreich und leitete vier Heime, in denen die jüdischen Flüchtlingskinder unterkamen. Papaneks Arbeit war von Respekt gegenüber den Kindern, einem bis heute fortschrittlichen Umgang mit kindlichen Traumata und der festen Überzeugung, dass Demokratie von Anfang an gelernt werden soll, geprägt. Hunderte Kinder konnte Ernst Papanek schließlich in die USA retten, viele von ihnen blieben ih

  • #25 Gespräch: Über Kernfusion, technologische Mythen und die Rettung des Klimas - mit Werner Gruber

    #25 Gespräch: Über Kernfusion, technologische Mythen und die Rettung des Klimas - mit Werner Gruber

    20/05/2021 Duración: 45min

    Der Physiker Werner Gruber schafft es, selbst jenen Menschen die Geheimnisse der Physik näher zu bringen, für die das Fach in der Schule bestenfalls fad war. Als überzeugter Sozialdemokrat verfolgt er die Entwicklung neuer Technologien, die vielversprechendes für Menschen und Umwelt bringen. So stehe etwa die Technologie der Kernfusion für die Energiegewinnung unmittelbar vor dem Durchbruch und könne in naher Zukunft die Stromherstellung revolutionieren. Im Gespräch mit RI-Direktorin Maria Maltschnig entlarvt er außerdem technologische Mythen – Stichwort „sauberer“ Wasserstoff – und erklärt, was wir brauchen, damit die Erde ein guter Platz zum Leben für alle sein kann.

  • #24 Lecture: Karl Renner - Eine typische österreichische Ausnahmeerscheinung Teil 2 - mit Michael Rosecker

    #24 Lecture: Karl Renner - Eine typische österreichische Ausnahmeerscheinung Teil 2 - mit Michael Rosecker

    15/04/2021 Duración: 45min

    Auch zu seinem 150. Geburtstag im Dezember 2020 gab es wieder geschichtspolitische Debatten über das Leben und Wirken Karl Renners. Mit dem dreiteiligen Podcast mit Michael Rosecker wollen wir eine kritische Bewertung und Einordnung vornehmen, die die großen Leistungen Renners würdigt und die Schatten eines herausfordernden Politikerlebens ausleuchtet. Im ersten Teil - Rotfunk Folge 18 - wurde von seiner Kindheit, Sozialisation und Politisierung in der österreichisch-ungarischen Monarchie erzählt. In diesem zweiten Teil wird Renners federführender Beitrag als Staatskanzler zur Gründung der Republik beschrieben sowie sein Wirken für die Idee der Genossenschaftsbewegung und seine Vorstellung vom Sozialismus erklärt. Ebenso beschreibt Michael Rosecker den Weg der Ersten Republik in den Faschismus und Renners Rolle zwischen "Brückenbauer" und "Versöhnler".

  • #23 Gespräch: Die Abschaffung der Arbeitslosigkeit: mit Sven Hergovich

    #23 Gespräch: Die Abschaffung der Arbeitslosigkeit: mit Sven Hergovich

    02/03/2021 Duración: 37min

    Könnte man Langzeitarbeitslosigkeit einfach abschaffen? Ja, und es kostet gar nicht einmal so viel Geld, meint Sven Hergovich, Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice in Niederösterreich. In Gramatneusiedl, einer Gemeinde südlich von Wien, hat er ein Pilotprojekt gestartet, das genau das beweisen soll. Jeder und jede Langzeitarbeitslose bekommt dort für die nächsten Jahre einen kollektivvertraglich bezahlten Job. Ein Team von Wissenschafter_innen von den Universitäten Wien und Oxford begleitet das Projekt und erhofft sich aussagekräftige Daten über die Effekte einer solchen Jobgarantie. In Gramatneusiedl befindet sich auch die historische Arbeitersiedlung Marienthal, in der in den 1930er Jahren die erste sozialwissenschaftliche Studie über die verheerenden Auswirkungen von Arbeitslosigkeit auf Menschen und Gesellschaft entstanden ist. Im Gespräch mit Maria Maltschnig, der Direktorin des Karl-Renner-Instituts, erzählt Hergovich wie es gelingt, Jobs für die Betroffenen zu finden, warum das für die gesamte

  • #22 Gespräch: Die Suche nach der Mitte - mit Anton Pelinka

    #22 Gespräch: Die Suche nach der Mitte - mit Anton Pelinka

    24/11/2020 Duración: 33min

    Der Politikwissenschafter Anton Pelinka hat vor kurzem ein neues Buch über die Sozialdemokratie veröffentlicht. Die existenzielle Frage im Titel – „Die Sozialdemokratie – ab ins Museum?“ – erklärt Pelinka im Gespräch mit Maria Maltschnig, der Direktorin des Karl-Renner-Instituts, mit Pflichtpessimismus. Er ist davon überzeugt, dass man „die Sozialdemokratie mögen muss“ und dass sie es in der Hand hat, ob sie in Zukunft eine gestaltende Rolle in der Gesellschaft spielen wird, oder nicht. Zentral sei dabei, so Pelinka, eine erfolgreiche Suche nach der gesellschaftlichen und politischen Mitte und die Fähigkeit, eine starke internationale Allianz zwischen den sozialdemokratischen Parteien Europas zu bauen. Anlässlich des bevorstehenden 150. Geburtstags von Karl Renner wagt Anton Pelinka außerdem eine aktuelle Einordnung dieser viel diskutierten, widersprüchlichen und doch herausragenden Persönlichkeit.

  • #21 Gespräch: Unterwegs in Albanien - mit Franziska Tschinderle

    #21 Gespräch: Unterwegs in Albanien - mit Franziska Tschinderle

    14/10/2020 Duración: 51min

    Seit Anfang 2020 ist Albanien offiziell Beitrittskandidat der Europäischen Union. Nur wenige Flugstunden von Wien entfernt, ist das kleine Land am Westbalkan bei uns nur wenig bekannt. Kein Wunder, hatte das viele Jahre lang durch den kommunistischen Diktator Enver Hoxha vom Rest der Welt abgeschottete Land doch den Beinamen „Nordkorea Europas“. Die aus Kärnten stammende Journalistin Franziska Tschinderle, die bereits unter anderem für „DIE ZEIT“, das Monatsmagazin „Datum“ und „Ö1“ aus der Region berichtete, war am 23. September 2020 zu Gast im Karl-Renner-Institut. Mehrere Monate hat sie in dem Land verbracht, seine Geschichte studiert, politische Aktivist_innen getroffen und viele Kilometer in einem alten VW zurückgelegt. Ihre Erfahrungen hat Tschinderle in Reportagen verpackt, die sie in dem Buch „Unterwegs in Albanien – Meine Reise durch ein unbekanntes Land“ gesammelt hat. Sie erzählt von einem Land, das viele Probleme aber auch vielversprechende Perspektiven hat und dessen Menschen einen besonderen Bezu

  • #20 Gespräch: Von Antisemitismus und einer Utopie des Friedens – mit Anita Haviv-Horiner

    #20 Gespräch: Von Antisemitismus und einer Utopie des Friedens – mit Anita Haviv-Horiner

    08/07/2020 Duración: 35min

    Die Autorin Anita Haviv-Horiner, Kind jüdischer Eltern, die den Holocaust überlebten, lebt seit mehr als 40 Jahren in Israel. Ihre Entscheidung Wien als 18-Jährige zu verlassen, war von der traumatischen Geschichte ihrer Eltern geprägt, wie sie im Gespräch mit Maria Maltschnig, Direktorin des Karl-Renner-Instituts, erzählt. Lange begriff sich die Autorin als Mensch zwischen zwei Welten – heute sei sie Israelin mit einem starken Bezug zu Europa, sagt Haviv-Horiner. Sie beobachtet und analysiert die israelische Gesellschaft und sieht sich als Vermittlerin, gerade nach Deutschland und Österreich. Die Bildungsexpertin und Publizistin befasst sich seit vielen Jahren mit dem israelisch-europäischen Dialog und vermittelt das Thema in ihrer Arbeit auch unter biografischen und alltagsorientierten Aspekten, wie in ihrem zuletzt erschienenen Buch „In Europa nichts Neues?“. Sie führte dazu Interviews mit Israelis, die Antisemitismus in Europa heute aus ihrer Erfahrung beschreiben. Häufig würden die negativen Stereotype v

  • #19 Gespräch: Im Reich der Videospiele: Wo Politik konstruiert und kommuniziert wird – mit Eugen Pfister

    #19 Gespräch: Im Reich der Videospiele: Wo Politik konstruiert und kommuniziert wird – mit Eugen Pfister

    27/05/2020 Duración: 32min

    Der österreichische Historiker und Politikwissenschafter Eugen Pfister erforscht für ein Projekt an der Hochschule der Künste in Bern Videospiele, speziell Horrorgames der letzten zehn Jahre – er beschreibt im Gespräch mit der Renner-Institut-Direktorin Maria Maltschnig Computerspiele als Ort, an dem Politik konstruiert und kommuniziert wird. Welche ideologischen Aussagen lassen sich aus Spielen herausfiltern, welche Gesellschaft- und Menschenbilder werden gezeigt? Gerade das Horror-Genre biete sich für Politik an, weil es als „Pulp“, Schund, in der allgemeinen Debatte nicht ernstgenommen würde; man könne daher in solchen Spielen Themen behandeln, die sonst im aktuellen Diskurs "zu heiß" wären, sagt Pfister: Ob früher Rassismus oder die Grenzen der Wissenschaft, heute die große Fluchtbewegung oder die Corona-Krise. Pfister beschäftigt sich im Rahmen eines call for papers („The revolution will not be gamified – Marx und das Computerspiel") auch mit den Weltbildern in großen Spielen, die primär von Individualis

  • #18 Lecture: Karl Renner – Eine typische österreichische Ausnahmeerscheinung Teil 1 – mit Michael Rosecker

    #18 Lecture: Karl Renner – Eine typische österreichische Ausnahmeerscheinung Teil 1 – mit Michael Rosecker

    07/04/2020 Duración: 31min

    In der ersten „Rotfunk“-Lecture seiner Trilogie über Karl Renner führt Michael Rosecker, Historiker und stellvertretender Direktor des Renner-Instituts, durch den Beginn der Geschichte des großen Staatsmanns. Kaum ein anderer führender österreichischer Politiker ist so eng mit der Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verbunden wie Renner. Roseckers analytische Erzählung beginnt mit der harten Kindheit Renners als 18. Kind einer Weinbauern-Familie in Südmähren und berichtet über eine politische Epoche im Spannungsfeld von Nation, Demokratie und grenzenlosem Kapitalismus. Renner galt als visionärer Analytiker, aber auch als Realpolitiker, der bereit war, weit zu gehen – Widersprüche, denen sich diese Lecture eingehend widmet. Viele Beweggründe des Politikers Renner fußten auf seinem Erleben der untergegangenen Welt der österreichisch-ungarischen Monarchie, analysiert Rosecker. Er beschreibt Armut und Bildungsaufstieg Karl Renners, seine intensive Beschäftigung mit der Überwindung der Nationalitäten

  • #17 Gespräch Der Westbalkan: Von einer europäischen Vision – mit Vedran Dzihic

    #17 Gespräch Der Westbalkan: Von einer europäischen Vision – mit Vedran Dzihic

    21/02/2020 Duración: 38min

    Österreich pflegt eine Nahbeziehung zu den Staaten des Westbalkans. Der Politikwissenschafter Vedran Dzihic beschäftigt sich in seiner Arbeit an der Universität Wien und als Teil des wissenschaftlichen Netzwerks des Renner-Institutes stark mit dieser Insel in Europa, die (noch) nicht zur europäischen Union gehört. Im Gespräch mit Maria Maltschnig, der Direktorin des Renner-Institutes, erklärt Dzihic die Bedeutung der südosteuropäischen Staaten-Gruppe, die mit etwa 18 Millionen Einwohnern zwar eine kleine Region darstellt, aber geographisch, historisch und wegen ihrer Menschen eine wichtige Rolle für Europa spielen kann. Der Politologe analysiert derzeit zwar eine gewisse Stagnation in der Demokratieentwicklung des Westbalkans, sieht aber auch Fortschritt und Modernisierung in Ländern wie Nordmazedonien, in denen Sozialdemokratien alte, autoritäre Premierminister abgelöst haben. Nach den anstehenden Wahlen in Nordmazedonien hofft Dzihic darauf, dass sich die EU doch für Erweiterungsverhandlungen mit Nordmazedo

  • #16 Lecture: Eine Österreichische Revolution – mit Michael Rosecker

    #16 Lecture: Eine Österreichische Revolution – mit Michael Rosecker

    22/10/2019 Duración: 33min

    Michael Rosecker, Historiker und stellvertretender Direktor des Renner-Instituts, erzählt in dieser Lecture die Geschichte des Jahres 1919. Ein Jahr größter Gegensätze: Vor 100 Jahren war die junge Republik Deutsch-Österreich nach einem traumatisierenden Weltkrieg von Hungersnot und Hoffnungslosigkeit geprägt, als mit der politischen Revolution im Land die Grundlage unserer heutigen Demokratie gelegt wurde. Zu Beginn dieses Umbruch-Jahres lag die Wirtschaft darnieder, die Grenzen waren unbestimmt, Teile des Staatsgebiets besetzt. Die Republik litt unter Kriegstraumata, einer nationalen Identitätskrise, der Auflösung aller alten Ordnungssysteme und der Angst vor einer bolschewistischen Revolution; jede Aufbruchsstimmung wurde immer wieder durch Gefühle der Ohnmacht konterkariert. Und dennoch entwickelte sich viel in diesem Jahr am schmalen Gart zwischen Verzweiflung und Hoffnung, erklärt der Historiker. Wichtige Meilensteine waren die erste Wahl der Republik Deutsch-Österreich (mit der daraus folgenden Regieru

  • #15 Lecture: Unter Extremisten – mit Julia Ebner

    #15 Lecture: Unter Extremisten – mit Julia Ebner

    02/10/2019 Duración: 45min

    Die international renommierte Extremismus-Forscherin Julia Ebner legte kürzlich mit „Radikalisierungsmaschinen" ihr zweites, vielbeachtetes Buch vor und spricht dazu bei einem Vortrag am Renner-Institut. Für die aktuelle Arbeit war sie zwei Jahre lang undercover in extremistischen Gruppen unterwegs, online und offline. Ebner bekam so verstörende Einblicke in die Weltbilder von Dschihadisten, Rechtsextremen, Frauenhassern und Verschwörungstheoretikern – Weltanschauungen, die teilweise durchaus Überschneidungen zeigen. Sie versucht transparent zu machen, wie geschickt extremistische Gruppen vor allem auch neue Technologien nutzen und sie zeichnet anhand von vielen persönlichen Beobachtungen und Gesprächen die Schritte der Radikalisierung nach: Von der Rekrutierung, Sozialisierung, dem Netzwerken bis hin zur Mobilisierung, ob bei Protesten oder Angriffen auf Gegner_innen. Wer präventiv gegen Extremisten arbeiten will, müsse sich gerade mit neuen Technologie-Trends und Gamification beschäftigen, sagt Ebner – Bere

  • #14 Lecture: Wie der soziale Wohnbau Wirtschaft und Gesellschaft stärkt – mit Michael Gehbauer

    #14 Lecture: Wie der soziale Wohnbau Wirtschaft und Gesellschaft stärkt – mit Michael Gehbauer

    19/09/2019 Duración: 27min

    Wozu braucht eine Gesellschaft sozialen Wohnbau? Michael Gehbauer, Geschäftsführer der Wohnbauvereinigung für Privatangestellte und Obmann des Vereins für Wohnbauförderung, erklärt diesmal die Grundidee des geförderten Wohnbaus in Österreich: Der Wohnungsmarkt liefere keine optimalen Ergebnisse, zu wenige Wohnungen oder Wohneinheiten, die sich viele nicht leisten können, daher müsse man regulierend in den Markt eingreifen, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Ein Drittel des gesamten Wohnungsbestandes im Land entfällt auf den geförderten Wohnbau, zwei Drittel aller Mietwohnungen sind diesem Sektor zuzurechnen, der damit natürlich großen Einfluss auf den Gesamtmarkt habe, sagt Gehbauer. Durch die Wohnbauförderung leistet der Staat einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge mit günstigeren Mieten, die Unterstützung ist aber auch ein Instrument zur Ankurbelung der Wirtschaft, ob durch Neubau, Erhaltungsarbeiten oder dadurch, dass Bewohner_innen von geförderten Wohnungen auch mehr Geld für den Kons

  • #13 Gespräch: Über Ungleichheit und den Rückfall in eine Erbaristokratie - mit Miriam Rehm

    #13 Gespräch: Über Ungleichheit und den Rückfall in eine Erbaristokratie - mit Miriam Rehm

    25/07/2019 Duración: 43min

    Warum ist die wachsende Ungleichheit ein Problem für uns alle und was wären zeitgemäße Antworten darauf? Miriam Rehm, Professorin am Institut für Sozioökonomie an der Universität Duisburg-Essen und Teil des wissenschaftlichen Netzwerks des Karl-Renner-Instituts, spricht diesmal mit Renner-Institut-Direktorin Maria Maltschnig über die wichtige Rolle der empirischen Ungleichheits-Forschung. Ein besonders großes Problem sieht Rehm in der ungleichen Verteilung von Vermögen, gerade auch in Österreich: Wenn Vermögen so wachsen, dass man sie nicht mehr durch Arbeit und Leistung aufbauen könne, würde das die Grundfesten eines leistungsbasierten Wirtschaftssystems in Frage stellen; auch die Demokratie leide an dieser Entwicklung, je höher die Ungleichheit, umso mehr würde sich die politische Macht zu den Vermögenden verschieben – und die unteren Einkommensgruppen würden sich dann stärker aus dem Demokratieprozess zurückziehen. Außerdem sprechen die beiden über aktuelle Entwicklungen in der Ökonomie und welchen Beitrag

  • #12 Lecture: Konflikte, Kompromisse und die Suche nach Identität: Die Entstehung der österreichischen Verfassung – mit Michael Rosecker

    #12 Lecture: Konflikte, Kompromisse und die Suche nach Identität: Die Entstehung der österreichischen Verfassung – mit Michael Rosecker

    28/06/2019 Duración: 33min

    In den Wochen nach dem Ibiza-Skandal bekommt die österreichische Bundesverfassung ein Maß an Aufmerksamkeit, das ihr schon lange nicht zuteil wurde. Am 27. Mai hat der Nationalrat der Bundesregierung das Misstrauen ausgesprochen, der Bundespräsident enthob die Regierungsmitglieder ihres Amtes – damit kam erstmals eine Bestimmung der Verfassung zur Anwendung, die am 11. Dezember 1929 in Kraft getreten ist. Michael Rosecker, Historiker und stellvertretender Direktor des Renner-Instituts, erzählt in dieser Lecture die lange Entstehungsgeschichte unserer Bundesverfassung. Trotz aller historischer Umbrüche wurde mit ihr ein Regelwerk geschaffen, das zu den ältesten Verfassungen in Europa gehört. Der Weg dahin war von Konflikten, Kompromissen und der Suche nach einer nationalen Identität geprägt. Beginnend mit der Beschlussfassung der Verfassung im Jahr 1920 nach dem Ende des 1. Weltkrieges und nach dem Untergang der österreichisch-ungarischen Monarchie, über harte politische Auseinandersetzungen zwischen Christlic

  • #11 Gespräch: Über die Grenzen der Globalisierung und eine neue Wirtschaftspolitik – mit Dani Rodrik (English)

    #11 Gespräch: Über die Grenzen der Globalisierung und eine neue Wirtschaftspolitik – mit Dani Rodrik (English)

    13/05/2019 Duración: 12min

    https://drodrik.scholar.harvard.edu/

  • #10 Lecture: Wie kann eine moderne Erzählung der Sozialdemokratie aussehen? - mit Felix Butzlaff

    #10 Lecture: Wie kann eine moderne Erzählung der Sozialdemokratie aussehen? - mit Felix Butzlaff

    30/04/2019 Duración: 36min

    Der Demokratieforscher Felix Butzlaff analysiert Probleme und Chancen für sozialdemokratische Parteien, zu einer neuen Definition von sich selbst zu finden. An der WU Wien beschäftigt sich Felix Butzlaff mit der Erforschung aktueller und historischer Entwicklungen von Parteien und Parteisystemen. In dieser Lecture analysiert der Demokratieforscher die Frage, wie die Sozialdemokratie, nicht nur in Österreich, sondern in vielen europäischen Ländern, wieder zu einer plausiblen und modernen Erzählung finden könnte. Seine Grundannahme: Die Sozialdemokratie sei auf der Suche nach dieser Erzählung, gleichzeitig würden ihre Werte wie Solidarität und Gerechtigkeit von vielen Menschen unterstützt – doch die Realität immer heterogener Gesellschaften erschwere sozialdemokratischen Parteien die Sammlung unter einem Dach der Werte. Butzlaff blickt auf die Erzählungen des Rechtspopulismus und Neoliberalismus; er entwirft Ideen für neue Formen von Partizipation und skizziert Ansätze für ein modernes Versprechen der Soziald

  • #9 Gespräch: Studieren als soziale Frage – mit Dora Jandl

    #9 Gespräch: Studieren als soziale Frage – mit Dora Jandl

    18/04/2019 Duración: 23min

    Dora Jandl, VSStÖ-Spitzenkandidatin bei der ÖH-Wahl, erzählt über den schwierigen Alltag von Studierenden in Österreich. Was gibt es Neues in der Welt der Sozialdemokratie? In dieser Rubrik zu Beginn der Episode widmet sich Maria Maltschnig, Direktorin des Karl-Renner-Instituts, interessanten Geschichten auch außerhalb Österreichs, diesmal mit einem Blick nach Italien. Im Gespräch mit Dora Jandl, der VSStÖ-Spitzenkandidatin bei der kommenden ÖH-Wahl, diskutiert sie dann über den streng normierten Alltag an den heimischen Universitäten und das Leben der Studierenden – den meisten bleibt seit der Bologna-Reform kaum Zeit für Diskussionen, Interessen und Engagement abseits ihres Studienfachs. Studieren sei heute mehr denn je eine soziale Frage, die Kosten für Wohnen oder Mobilität würden viele Studierenden überfordern, sagt Jandl. Bessere soziale Absicherung, mehr leistbarer Wohnraum oder flexiblere zeitliche Gestaltungsmöglichkeiten für Student*innen gehören zu Jandls Haupt-Anliegen. (Die ÖH-Wahl findet von 27

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